Die niederländische Regierung stellt 2,6 Millionen Euro zusätzlich für das Programm Regenbogenstädte bereit. Studien zeigen, dass vor allem die Akzeptanz unter Jugendlichen zurückgegangen ist.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die Niederlande investieren zusätzlich 2,6 Millionen Euro in das Programm „Regenboogsteden“ (Regenbogenstädte) und weiten parallel das Programm „Veilige Steden“ (Sichere Städte) aus. Das meldet Schwulissimo am 28. September 2026. Bisher beteiligen sich 56 Gemeinden. Die Regierung will 30 weitere gewinnen, ab 2027 sollen auch die karibischen Teile des Königreichs einbezogen werden. Die Regierung reagiert damit auf Studien, die einen Rückgang der Akzeptanz und Sicherheitsprobleme belegen.
Hintergrund sind Befunde zur Lage queerer Menschen im Land. Der „LGBTIQ+-Monitor“ zeigt, dass sie häufiger Diskriminierung, Unsicherheit und Gewalt erleben als heterosexuelle Menschen. Eine Studie der Universität Utrecht und des Trimbos-Instituts kommt zu einem deutlichen Akzeptanzverlust unter Jugendlichen: Bei Jungen sank die positive Haltung zu Homosexualität von rund 44 auf 22 Prozent, bei Mädchen von 78 auf 51 Prozent.
Die teilnehmenden Städte entscheiden selbst, welche Maßnahmen sie ergreifen. Möglich sind zum Beispiel Pride-Veranstaltungen, Angebote an Schulen oder eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei. Wie viele der 30 angestrebten Gemeinden sich für welches der beiden Programme entscheiden, ist bisher nicht bekannt. Die Ausweitung auf die Karibik ist erst für 2027 vorgesehen.
Ob das Programm wirkt, lässt sich nur eingeschränkt sagen. Der Evaluationsbericht attestiert positive Effekte auf das Engagement in den Kommunen, räumt aber ein: „Es bleibt schwierig, die Auswirkungen auf die Sicherheit angemessen zu messen.“
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