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Rehoboth Beach: Poodle Beach bekommt eine historische Markierung

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Der Staat Delaware erinnert mit einer offiziellen Tafel an Poodle Beach, jahrzehntelang ein Treffpunkt der queeren Community an der US-Ostküste. Die Enthüllung am 29. Oktober fällt in den LGBTQ History Month.

Rehoboth Beach: Poodle Beach bekommt eine historische Markierung

Bild: KI-generiert · Illustration

Poodle Beach in Rehoboth Beach, Delaware, erhält eine offizielle historische Markierung des Bundesstaats. Sie gilt als „social history marker“ und erinnert an Orte und Gruppen, die die Kulturgeschichte Delawares geprägt haben. Enthüllt wird sie am Donnerstag, 29. Oktober, um 11 Uhr nahe Prospect Street und South Boardwalk. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos; es sprechen Vertreter von Stadt und Staat, aus der Community und vom Delaware Public Archives. Der Termin fällt in den LGBTQ History Month, war ursprünglich aber für den 27. Juni im Pride Month geplant, wie Metro Weekly berichtet.

Verzögert hat sich die Aufstellung, weil die Herstellerfirma der Schilder fürchtete, die Tafel könnte im Sand umkippen. Maegan Peterman, Leiterin der Behörde und Staatsarchivarin, sprach von einer „untypischen Installation“, für die erst eine sichere Lösung gefunden werden musste.

Das Markierungsprogramm läuft über Anträge aus der Bevölkerung. Menschen aus der Community identifizierten Poodle Beach und reichten 2020 den Antrag ein. Die Recherche für den Text habe gezeigt, so Peterman, dass der Strand ein wichtiger Treffpunkt für Delawares queere Community und ihre Gäste war.

Die Geschichte reicht weit zurück. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts trafen sich queere Urlauber nahe dem Carpenter-Anwesen südlich der Strandpromenade in Dewey Beach. Dort verbrachte die Pilotin Louisa du Pont Carpenter, eine geschiedene Lesbe, ihre Sommer mit ihrer Freundin Tallulah Bankhead. Der Strandabschnitt wurde informell „Carpenter Beach“ genannt, tagsüber ein Treffpunkt, denn in Rehoboth gab es damals keine Schwulenbars, und wer geoutet wurde, riskierte Job und Ruf.

Ab den späten 1970er-Jahren verlagerte sich das Geschehen ans südliche Ende der Promenade, nach Poodle Beach. Der Strand wurde zu einem der bekanntesten queeren Treffpunkte der Ostküste, bekannt auch durch das jährliche Drag-Volleyballspiel am Labor Day. Woher der Name stammt, ist ungeklärt; einer lokalen Erzählung zufolge breiteten zwei schwule Cousins mit ihren Pudeln ihre Decken dort aus, und andere folgten.

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