Zwei Solarmonteure werfen der Firma Centre Electric vor, sie hätten wegen ihrer Ehe Beschimpfungen und Essenswürfe erlebt und seien nach einer Beschwerde entlassen worden. Das Unternehmen äußerte sich nicht.
Bild: KI-generiert · Illustration
Jose Cordero, 30, und Wilmer Muchacho, 46, beide aus New York City, haben vor dem Bundesbezirksgericht in Bangor im US-Bundesstaat Maine Klage gegen ihren früheren Arbeitgeber eingereicht. Zuerst berichtete die Zeitung Bangor Daily News. Beklagt ist Centre Electric, ein Solarunternehmen aus Minnesota. Die beiden Männer arbeiteten dort ab Mai 2023 als Installateure von Solaranlagen und wurden nach eigenen Angaben im Februar 2024 ohne Vorwarnung entlassen.
Laut Klageschrift beschimpften Kollegen das Paar wegen seiner Ehe, nannten es mit Schimpfwörtern und verglichen es mit sexuell übertragbaren Krankheiten. Nachdem die Männer die Belästigung ihrem Vorgesetzten gemeldet hatten, wurden sie auf eine andere Baustelle versetzt. Dort sei es weitergegangen und schlimmer geworden; Kollegen hätten unter anderem mit Essen nach ihnen geworfen.
Die Klage wirft dem Unternehmen außerdem Vergeltung für die Beschwerde vor. Den beiden seien Essens- und Toilettenpausen verweigert worden, ebenso die Erlaubnis, sich im Auto aufzuwärmen. Zusätzliche Wochenendarbeit, die andere Beschäftigte bekamen, sei ihnen vorenthalten worden. Bei der Kündigung nannte die Firma Verspätungen und respektloses Verhalten. Die Männer bestreiten das und sagen, sie hätten nie eine Verwarnung erhalten.
Die Klage stützt sich auf das Menschenrechtsgesetz von Maine, das Bundesbürgerrechtsgesetz und das Hinweisgeberschutzgesetz von Maine. Das Paar hatte sich zuvor an die US-Gleichstellungsbehörde EEOC gewandt, die nach der Prüfung begründeten Anlass sah, von einer Vergeltung aufgrund des Geschlechts auszugehen, und Klageerlaubnisse ausstellte. Cordero und Muchacho fordern ein Geschworenenverfahren, entgangenen Lohn, Schadenersatz in nicht genannter Höhe und eine gerichtliche Anordnung, Beschäftigte von Centre Electric in Bürgerrechten zu schulen. Das Unternehmen reagierte nicht auf eine Anfrage. Muchacho sagte der Bangor Daily News: „Wir vertrauen darauf, dass Geschworene aus Maine unsere Geschichte anhören und uns helfen, Gerechtigkeit zu finden.“ Es handelt sich um Vorwürfe; ein Urteil gibt es nicht.
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