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Rehoboth: „Poodle Beach“ bekommt eine staatliche Gedenktafel

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Delaware ehrt Poodle Beach, seit Jahrzehnten ein queerer Treffpunkt in Rehoboth Beach, mit einer offiziellen Historical Marker. Die Enthüllung war für den Pride Month geplant und findet nun im LGBTQ History Month statt.

Rehoboth: „Poodle Beach“ bekommt eine staatliche Gedenktafel

Bild: KI-generiert · Illustration

Der US-Bundesstaat Delaware ehrt Poodle Beach, einen langjährigen queeren Treffpunkt in Rehoboth Beach, mit einer offiziellen „Historical Marker“. Enthüllt wird sie am Donnerstag, 29. Oktober, um 11 Uhr nahe der Ecke Prospect Street und South Boardwalk. Ursprünglich war der Termin der 27. Juni, mitten im Pride Month. Er platzte, weil die Installation „untypisch“ sei, sagte Maegan Peterman, Staatsarchivarin der Delaware Public Archives, dem Magazin Metro Weekly. Solche Tafeln stehen sonst am Straßenrand auf Beton, nicht am Strand. Die Schilderwerkstatt fürchtete, die Tafel könne umkippen und jemanden verletzen. Nun wurde geklärt, wie sie sicher im Sand steht.

Das Programm ist gemeinschaftsgetragen: Anwohnende oder Organisationen bewerben sich, das Archiv wählt die Orte nicht selbst aus. Poodle Beach wurde 2020 vorgeschlagen. Antrag und Recherche zeigten laut Peterman, dass der Strand ein wichtiger Treffpunkt für Delawares LGBTQ-Community war, an dem man sich offen und sicher versammeln konnte, als das anderswo nicht möglich war. Die Tafel zählt zu den „Social History Markers“, die Orte oder Gruppen würdigen, die Delawares Kulturgeschichte geprägt haben.

Die Geschichte reicht weiter zurück. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts trafen sich queere Urlaubende nahe der Carpenter Mansion, dem „Shell House“ südlich der Promenade in Dewey Beach. Das Haus gehörte der Familie von Louisa du Pont Carpenter, einer Pilotin und lesbischen Geschiedenen, die dort Sommer mit ihrer Freundin, dem Broadway- und Hollywoodstar Tallulah Bankhead, und deren männlichen Freunden verbrachte. Hunderte schwule Männer kamen an den Strand vor ihrem Haus und hielten Abstand zu den heterosexuellen Familien auf der Promenade. Bars gab es in Rehoboth damals nicht, und wer geoutet wurde, riskierte Job und Ruf. Abends zogen die Leute zu Hauspartys weiter.

Ende der 1970er verlagerte sich der Treffpunkt ans südliche Ende der Promenade und hieß fortan Poodle Beach. Er wurde einer der bekanntesten queeren Orte der US-Ostküste. Lange fand dort jedes Jahr am Labor Day ein Drag-Volleyballspiel statt; Peterman vermutet, dass Covid die Tradition beendet hat. Woher der Name stammt, ist nicht geklärt. Eine lokale Erzählung nennt zwei schwule Cousins mit Pudeln, die ihre Decken südlich der Promenade ausbreiteten, weil ihnen der Weg zum Carpenter Beach zu weit war. Andere folgten.

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