Nach einem 8,5-Millionen-Dollar-Vergleich stellt die New Yorker Klinik geschlechtsangleichende Behandlungen für trans Minderjährige dauerhaft ein. Mindestens sechs US-Kliniken haben ähnliche Deals geschlossen.
Bild: KI-generiert · Illustration
Vor der NYU Langone Health in New York haben am 24. September Hunderte Menschen gegen eine Vereinbarung des Krankenhauses mit der Trump-Regierung protestiert. Organisiert wurde die Kundgebung von der Gender Liberation Movement und ACT UP New York; Schauspieler Elliot Page und mehrere Lokalpolitiker beteiligten sich.
Hintergrund ist ein Vergleich, den NYU Langone mit dem US-Justizministerium geschlossen hat: 8,5 Millionen Dollar Strafzahlung im Austausch dafür, geschlechtsangleichende Behandlungen für trans Minderjährige dauerhaft einzustellen. Die Klinik hatte entsprechende Angebote bereits im Februar 2026 unter politischem Druck ausgesetzt; der Vergleich macht den Schritt endgültig.
NYU Langone steht mit dieser Entscheidung nicht allein. Mindestens sechs Kliniken in den USA – darunter das Mount Sinai Health System, das Texas Children's Hospital, die Cleveland Clinic, das Connecticut Children's Hospital und das University of Pittsburgh Medical Center – haben inzwischen ähnliche Vereinbarungen getroffen und zusammen mehr als 24,3 Millionen Dollar an den Bund gezahlt. Das Justizministerium begründet die Verfahren mit angeblich falschen Abrechnungscodes, ohne dafür bislang Belege vorgelegt zu haben.
Für die Demonstrierenden ist das Muster eindeutig: Der Bund drohte den Häusern mit dem Entzug von Medicare- und Medicaid-Mitteln, sollten sie an der Versorgung trans Jugendlicher festhalten. Unter den Rednerinnen war Christen Clifford, deren zwei Kinder zuvor bei NYU Langone behandelt wurden. Die Demonstrierenden trugen Transgender-Flaggen und Schilder mit der Aufschrift „Our Genders, Our Choices, Our Futures" und forderten die Wiederaufnahme der Versorgung.
Fachverbände warnen, das verbleibende Netz an Anlaufstellen für trans Jugendliche in den USA schrumpfe damit weiter erheblich.
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