Bei einer nachgeholten Ausgabe des White House Correspondents' Dinner richtete US-Präsident Trump abwertende Bemerkungen gegen die trans Content-Creatorin Dylan Mulvaney sowie die Moderatoren Anderson Cooper und Don Lemon. Mulvaney reagierte mit einem Video.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Bei einer nachgeholten Ausgabe des White House Correspondents' Dinner hat US-Präsident Donald Trump mehrere queere Persönlichkeiten öffentlich vorgeführt. In einer Rede, die eher an eine Wahlkampfveranstaltung als an die traditionell selbstironische Dinner-Ansprache erinnerte, machte er abfällige Andeutungen über den Nachrichtenmoderator Anderson Cooper, beleidigte dessen Kollegen Don Lemon und verspottete die trans Content-Creatorin Dylan Mulvaney für einen Werbeauftritt, der ihr vor Jahren einen Shitstorm eingebracht hatte.
Mulvaney reagierte einen Tag später mit einem Video. Darin sprach sie offen über die Belastung durch wiederholte öffentliche Anfeindungen aus höchstem Amt, betonte aber zugleich, wie wichtig ihr ein selbstbestimmtes, authentisches Leben geblieben sei. Sie rief dazu auf, trans Menschen gerade jetzt sichtbar den Rücken zu stärken, statt sich von der Rhetorik einschüchtern zu lassen.
Beobachter*innen werteten die Rede als weiteren Beleg dafür, dass Trump queere Personen regelmäßig als Zielscheibe nutzt, um seine Anhängerschaft zu mobilisieren. Kritik kam nicht nur aus der LGBTIQ+-Community, sondern auch aus den betroffenen Sendern selbst: Man warf dem Präsidenten vor, mit den Spitzen gegen Cooper, Lemon und Mulvaney gezielt Vorurteile zu bedienen und eine ohnehin aufgeheizte politische Stimmung im Land weiter anzuheizen. Das Weiße Haus äußerte sich auf entsprechende Presseanfragen nicht.
Für Mulvaney ist es nicht der erste Angriff dieser Art aus dem Umfeld der Regierung. Seit ihrem öffentlichen Coming-out ist sie wiederholt Ziel gezielter Häme geworden, was Beobachter*innen als Teil einer breiteren Strategie werten, trans Sichtbarkeit im Mainstream lächerlich zu machen.
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