US-Einwanderungsbehörden haben Milo Yiannopoulos festgenommen und nach Großbritannien abgeschoben – wegen eines seit 2019 überzogenen Visums. Der frühere Breitbart-Redakteur war über Jahre für Hetze gegen trans Menschen bekannt.
Bild: KI-generiert · Illustration
Milo Yiannopoulos ist aus den USA abgeschoben worden. US-Einwanderungsbehörden nahmen den rechtsextremen Provokateur am 28. August 2026 am Flughafen von New Orleans fest. Zwei Tage später saß er im Flugzeug nach Großbritannien, seinem Heimatland.
Der Grund liegt bereits Jahre zurück: Yiannopoulos war 2019 legal in die USA eingereist, überzog dann aber sein Visum. Im Juli 2026 ordnete ein Einwanderungsrichter seine Abschiebung an, nachdem er nicht zu einer Anhörung erschienen war. Das US-Heimatschutzministerium erklärte knapp, er habe "sein Aufenthaltsrecht in diesem Land missbraucht" und bleibe bis zur Ausreise in Gewahrsam.
Yiannopoulos war über Jahre eine feste Größe der rechtsextremen US-Szene. Bekannt wurde er als Redakteur bei Breitbart News und mit Auftritten, in denen er wiederholt gegen trans Menschen und Musliminnen und Muslime hetzte. 2017 lud ihn die Konferenz CPAC nach Bekanntwerden eines Videos wieder aus, in dem er sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern zu verharmlosen schien; kurz darauf verließ er Breitbart. Persönlich hatte er 2017 seinen Partner in Hawaii geheiratet, bezeichnete sich später aber als "ex-gay". Mehrere Länder und Plattformen reagierten mit Bann-Entscheidungen: Australien verwehrte ihm 2019 die Einreise, Facebook und Twitter sperrten seine Konten. Zuletzt arbeitete er für den Musiker Ye.
Für seine Festnahme reklamierte die rechte Aktivistin Laura Loomer öffentlich die Urheberschaft: Sie habe ihn bei ICE und FBI angezeigt. Loomer gilt als enge Vertraute von Präsident Trump.
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