Die Black Cat Tavern war eine Schwulenbar im Stadtteil Silver Lake von Los Angeles, die 1966 eröffnet wurde und vor allem Arbeiterklasse-Publikum anzog. In der Neujahrsnacht zum 1. Januar 1967 stürmten mehrere zivile Polizeibeamte der Los Angeles Police Department die Feier: 14 Männer wurden geschlagen, aus der Bar gezerrt und festgenommen, sechs von ihnen wegen unzüchtigen Verhaltens angeklagt - ihr Vergehen war ein Kuss unter Männern zum Jahreswechsel.
Die Razzia löste Empörung aus und brachte zwei neu gegründete kalifornische Bürgerrechtsgruppen dazu, gemeinsam zu protestieren. Am 11. Februar 1967 versammelten sich vor der Bar mehrere hundert Menschen zu einer friedlichen Demonstration gegen Polizeiwillkür und gezielte Fallen gegen queere Menschen - die erste öffentliche Protestaktion für die Rechte homosexueller Menschen in Südkalifornien.
Damit gilt die Black-Cat-Razzia als eine der frühesten dokumentierten Protestaktionen gegen Polizeigewalt an LGBTQ+ Personen in den USA - mehr als zwei Jahre vor den Stonewall-Unruhen in New York, die international deutlich bekannter wurden. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.