Brustangleichung bezeichnet den chirurgischen Aufbau weiblicher Brust bei trans Frauen, meist mit Silikonimplantaten, teils ergänzt durch Eigenfetttransfer. Sie zählt zu den körperangleichenden Maßnahmen im Rahmen einer medizinischen Transition.
Vor einer Operation wird in der Regel zunächst die Wirkung der Hormontherapie abgewartet, da sich unter Östrogenen häufig schon in den ersten ein bis zwei Jahren eigenes Brustgewebe bildet - oft reicht dessen Volumen den Betroffenen jedoch nicht aus. Anatomisch unterscheidet sich der männlich geprägte Brustkorb von der weiblichen Ausgangslage durch einen breiteren Rahmen, eine stärkere Brustmuskulatur und einen größeren Abstand der Brustwarzen zueinander, was die Operationsplanung beeinflusst. In Deutschland übernehmen Krankenkassen die Kosten bei nachgewiesener Geschlechtsdysphorie und entsprechenden Indikationsschreiben.