Zum Inhalt springen
Prides Locations Reisen Partys Filme News
Gay-Infos.de

Evelyn Hooker

Buchstabe E 25 Begriffe

Evelyn Hooker (geboren am 2. September 1907 in North Platte, Nebraska, gestorben am 18. November 1996 in Santa Monica) war eine US-amerikanische Psychologin. Sie promovierte 1932 an der Johns Hopkins University und lehrte über 31 Jahre bis 1970 an der UCLA. Bekannt wurde sie durch eine Studie, die das medizinische Bild von Homosexualität erschütterte.

„The Adjustment of the Male Overt Homosexual“ erschien 1957 im Journal of Projective Techniques (Band 21). Hooker verglich 30 homosexuelle und 30 heterosexuelle Männer, die nach IQ, Alter und Bildung paarweise zusammengestellt waren. Teilnehmer in psychologischer Behandlung oder mit erheblichen Auffälligkeiten schloss sie aus. Alle durchliefen drei projektive Tests (TAT, MAPS und Rorschach). Drei Gutachter, darunter Bruno Klopfer, bewerteten 60 anonymisierte Profile. Sie fanden keine Unterschiede in der psychischen Anpassung der beiden Gruppen und konnten die Profile nicht besser als zufällig zuordnen.

Die Studie trug zum Einstellungswandel in der Psychologie bei. 1973 strich die American Psychiatric Association Homosexualität aus ihrem Diagnosehandbuch; die Kategorie der ego-dystonen Homosexualität blieb noch bis 1987. Hooker leitete 1967 die Arbeitsgruppe des National Institute of Mental Health zu Homosexualität, deren Bericht 1970 die Entkriminalisierung empfahl. Die American Psychological Association ehrte sie 1991 und 1992. Der Dokumentarfilm „Changing Our Minds“ (1992) porträtiert sie.

Im Glossar blättern

← Zurück zum Glossar