Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung (HES) setzt sich weltweit für die Menschenrechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie weiteren queeren Menschen ein. Sie wurde im Juni 2007 in Berlin gegründet, um die Menschenrechtsarbeit des LSVD+ auszubauen, der seit 2006 einen offiziellen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen hat. Rechtlich ist sie eine nicht rechtsfähige, gemeinnützige Stiftung in der Verwaltung des LSVD+.
Der Name erinnert an zwei Menschen: den Arzt, Sexualwissenschaftler und Bürgerrechtler Magnus Hirschfeld (1868 bis 1935) und die Menschenrechtsaktivistin Fannyann Eddy (1974 bis 2004) aus Sierra Leone, die wegen ihres Engagements für queere Anliegen ermordet wurde. Der Doppelname soll zeigen, dass der Kampf für LSBTIQ-Menschenrechte ein weltweiter sein muss.
Die Stiftung unterstützt Menschenrechtsverteidigende, klärt über Vorurteile und Diskriminierung auf, besonders im Globalen Süden und in Osteuropa, und bringt Betroffene und politische Entscheidungsträger auf Konferenzen und in Kampagnen zusammen. Im Inland richtet sich ihre Arbeit vor allem an Verantwortliche in Außen-, Entwicklungs- und Menschenrechtspolitik. Im Ausland stärkt sie unmittelbar gefährdete Personen und Gruppen.
Finanziert wird die Arbeit unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und vom Auswärtigen Amt; seit 2020 fördert das Bundesjustizministerium nach einem Bundestagsbeschluss jährlich ein Projekt der Stiftung. Dafür richtete sie eine Plattform Menschenrechte ein.