Loving v. Virginia ist ein Grundsatzurteil des US-Supreme-Courts vom 12. Juni 1967. Das Gericht kippte einstimmig, mit 9 zu 0 Stimmen, die Gesetze, die Ehen zwischen Menschen verschiedener Hautfarbe verboten. Chief Justice Earl Warren schrieb das Urteil. Geklagt hatten Richard Perry Loving und Mildred Loving gegen den Bundesstaat Virginia.
Die Entscheidung hielt fest, dass die Freiheit, eine Person einer anderen Hautfarbe zu heiraten oder nicht zu heiraten, beim Einzelnen liegt und vom Staat nicht beschnitten werden darf.
Für queere Menschen wurde der Fall zum wichtigen Präzedenzfall. Im Urteil Obergefell v. Hodges (2015), das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in allen US-Bundesstaaten öffnete, beruft sich der Supreme Court auf Loving – nach einer Zählung des Artikels fast ein Dutzend Mal – und stützt sich auf dieselben Verfassungsprinzipien: Gleichheitsschutz und das Grundrecht auf Ehe. Der 12. Juni wird in den USA inoffiziell als Loving Day gefeiert.