Als Triade wird in der Polyamorie eine Beziehung zwischen genau drei Personen bezeichnet, bei der im Idealfall alle drei Beteiligten romantisch oder sexuell miteinander verbunden sind. Davon zu unterscheiden ist die sogenannte V-Beziehung, bei der eine Person mit zwei Partner:innen liiert ist, diese beiden aber nicht miteinander verbunden sind. Triaden können aus einer bestehenden Zweierbeziehung heraus entstehen, der sich eine dritte Person anschließt, oder von Anfang an zu dritt aufgebaut werden. In der Praxis unterscheiden sich Triaden stark darin, wie viel gemeinsame Zeit, welchen Wohnraum und welchen rechtlichen oder finanziellen Zusammenhalt die drei Personen anstreben; manche leben als Dreiergespann zusammen, andere führen getrennte Haushalte mit engem Kontakt. Herausforderungen ergeben sich häufig aus ungleicher Gewichtung der drei Zweierbeziehungen innerhalb der Triade sowie aus dem Fehlen gesellschaftlicher und rechtlicher Vorbilder, etwa bei Fragen von Sorgerecht, Erbschaft oder Krankenversicherung, die auf Zweierbeziehungen zugeschnitten sind. In deutschsprachigen Communitys wird häufig auch der englische Begriff „Throuple“ verwendet.