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Treatment as Prevention (TasP)

Buchstabe T 58 Begriffe
Treatment as Prevention (TasP) bezeichnet die Strategie, HIV-Übertragungen durch konsequente antiretrovirale Therapie zu verhindern. Wird die Behandlung zuverlässig eingenommen, sinkt die Viruslast im Blut auf ein nicht mehr nachweisbares Niveau – und damit auch das Übertragungsrisiko beim Sex drastisch. Den entscheidenden wissenschaftlichen Beleg lieferte die HPTN-052-Studie von 2011: Bei 1.783 serodiskordanten Paaren – ein Partner lebt mit HIV, der andere nicht – senkte ein früher Therapiebeginn das Übertragungsrisiko um 96 Prozent, in der Langzeitauswertung waren es 93 Prozent. Die Ergebnisse waren ein wesentlicher Baustein für die heute breit etablierte Formel U=U (Undetectable = Untransmittable): Wer nicht nachweisbar ist, kann das Virus nicht sexuell weitergeben. 2015 änderte die Weltgesundheitsorganisation ihre Empfehlung von "erst testen, dann abwarten" zu "testen und sofort behandeln". UNAIDS macht TasP seither zu einem zentralen Baustein der 95-95-95-Ziele, mit denen die Organisation HIV/Aids bis 2030 als globale Gesundheitsbedrohung eindämmen will. Hürden bleiben der Zugang zu Medikamenten und durchgehende Behandlungstreue, besonders in einkommensschwachen Ländern.

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