Nach mehr als 14 Monaten Pause gibt es bei der US-Suizidhotline 988 wieder einen Sonderdienst für LGBTQ+-Jugendliche. Betreiber ist nicht mehr der Trevor Project; zentrale Fragen zum Umgang mit trans Anrufenden bleiben offen.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die US-Suizidpräventionslinie 988 hat ihr Angebot für queere Jugendliche wieder aufgenommen. Wer die Nummer wählt, kann wie früher die Option „Press 3“ nutzen und bekommt Hilfe per Anruf, Textnachricht oder Online-Chat. Der Sonderdienst war am 17. Juli 2025 abgeschaltet worden und lag damit mehr als 14 Monate brach. Gestartet war er im September 2022 als Pilotprojekt.
Vor der Abschaltung bearbeitete der Dienst nach Angaben des Berichts rund 70.000 Kontakte im Monat. Insgesamt waren es 1,6 Millionen. Aufgebaut und betrieben hatte ihn die Organisation The Trevor Project. Sie ist bei der Neuauflage nicht dabei: Ihr Vorschlag, wieder einzusteigen, wurde abgelehnt. Wer den Dienst jetzt betreibt, ist unklar.
Auch sonst bleiben Fragen offen. Das US-Gesundheitsministerium bestätigte die Wiedereinführung, wich aber Nachfragen aus, wie trans Anrufende behandelt werden. Es verwies auf seine Ausrichtung an den Dekreten von Präsident Trump, „Frauen vor Gender-Ideologie-Extremismus zu schützen“. Ungeklärt ist, ob die Beratenden gewählte Namen und Pronomen verwenden, welche Schulungsunterlagen gelten und welche Informationen das Ministerium ändern oder entfernen könnte.
Die demokratische Senatorin Tammy Baldwin sagte, die Regierung habe „Kinderleben aufs Spiel gesetzt, um politische Punkte zu machen“. Der Abgeordnete Raja Krishnamoorthi forderte, queere Jugendliche verdienten Beratende, die geschult seien, sie zu verstehen und zu unterstützen.
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