Freedom House stuft Uganda im Jahresbericht 2026 weiterhin als „nicht frei" ein. Besonders betroffen sind laut Bericht homosexuelle Menschen, deren Lage sich seit dem Anti-Homosexualitätsgesetz von 2023 drastisch verschärft hat.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die US-Organisation Freedom House hat Uganda in ihrem Jahresbericht „Freedom in the World 2026" erneut als „nicht frei" eingestuft. Das Land erreicht nur 33 von 100 möglichen Punkten – einen weniger als im Vorjahr. Davon entfallen 10 Punkte auf politische Rechte, 23 auf bürgerliche Freiheiten.
Der Bericht hebt hervor, dass homosexuelle Menschen in Uganda politisch nicht vertreten sind und weitreichender Diskriminierung ausgesetzt bleiben. Deutlich verschärft habe sich die Lage seit dem Anti-Homosexualitätsgesetz vom Mai 2023, das unter anderem die Todesstrafe für bestimmte gleichgeschlechtliche Handlungen sowie bis zu 20 Jahre Haft für die „Förderung" von Homosexualität vorsieht. Das Gesetz verpflichtet Bürger:innen zudem, entsprechende Fälle den Behörden zu melden. Ugandas Verfassungsgericht bestätigte die Regelung im April 2024 in weiten Teilen.
Human Rights Watch dokumentiert seither willkürliche Festnahmen, Erpressung und Misshandlungen. Die Organisation Access Now zählte zwischen Mai 2023 und März 2025 mindestens 17 Fälle, in denen Menschen nach Online-Kontakten festgenommen oder strafrechtlich verfolgt wurden – oft, nachdem Behördenvertreter sie unter falscher Identität kontaktiert hatten. LGBTIQ+-Organisationen im Land berichten außerdem von Online-Belästigung, Doxing und gehackten Social-Media-Konten, auf die weitere Drohungen folgen.
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