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Nepal bestätigt Ehe für alle endgültig

Nepal bestätigt Ehe für alle endgültig
Nepals Oberstes Gericht hat die Ehe für alle rechtsverbindlich bestätigt. Das südasiatische Land wird damit zum 40. Staat weltweit mit gleichen Eheschließungsrechten für queere Paare – nach einem fast zwanzigjährigen Rechtsstreit.
Nepals Oberstes Gericht hat die Ehe für alle endgültig bestätigt. Mit dem Urteil vom 18. Juni 2026 ist das Land in den Himalaya-Staaten Vorreiter: Nepal wird damit weltweit zum 40. Land, das gleichgeschlechtlichen Paaren die volle Eheschließung ermöglicht. Der Fall hatte fast zwanzig Jahre gedauert. Bereits 2023 hatte das Gericht in einer einstweiligen Anordnung erlaubt, dass sich gleichgeschlechtliche Paare vorläufig registrieren lassen können, während die endgültige gesetzliche Regelung noch aussteht. Auf dieser Grundlage wurden bis Mitte 2026 rund 35 Ehen dokumentiert, neun davon auch medial bestätigt. Mit dem aktuellen Urteil ist diese Zwischenlösung Geschichte. Das Gericht wies die Regierung an, das Zivilgesetzbuch von diskriminierender Sprache zu befreien und ein eigenes Eheregister für gleichgeschlechtliche Paare einzurichten. Eine Gegenklage, die die Entscheidung noch kippen sollte, wies das Gericht ab. Weil der Oberste Gerichtshof in Nepal die letzte Instanz für Verfassungsfragen ist, bleibt der Regierung rechtlich kein Spielraum: Sie muss die Vorgaben umsetzen. Für die queere Community in Nepal ist das Urteil mehr als ein rechtlicher Etappensieg. Aktivist*innen sprechen von einem historischen Moment für Südasien, einer Region, in der Ehe für alle bislang die Ausnahme ist. Beobachter*innen werten die Entscheidung auch als Signal an Nachbarländer, in denen ähnliche Verfahren anhängig sind. Wie schnell die Regierung die gerichtlichen Vorgaben tatsächlich in geltendes Recht umsetzt, ist noch offen. Der Auftrag des Gerichts ist bindend, einen Zeitplan für die Gesetzesänderung nennt das Urteil aber nicht.

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