Die ACLU verklagt einen Schulbezirk in Minnesota, der Regenbogen-Sticker und andere Pride-Symbole aus Klassenzimmern verbannt hat. Der Beschluss soll ohne öffentliche Ankündigung gefallen sein.
Bild: KI-generiert · Illustration
In Minnesota klagt die American Civil Liberties Union gegen einen Schulbezirk, der Regenbogen-Symbole aus Klassenzimmern verbannt hat. Der Schulbezirk Detroit Lakes im Nordwesten des Bundesstaats unterrichtet rund 2.700 Schüler:innen. Sein Vorstand beschloss am 27. Juli ein Verbot von Regenbogenaufklebern, Postern, Flaggen und Buttons in sämtlichen Schulgebäuden, darunter auch die kleinen Sticker, mit denen einzelne Lehrkräfte ihre Klassenzimmertüren markiert hatten, um queeren Schüler:innen zu signalisieren, dass sie willkommen sind.
Die Klage, eingereicht am 22. September vor dem Bezirksgericht in Becker County, richtet sich gegen den Schulbezirk selbst sowie gegen vier Vorstandsmitglieder namentlich: John Steffl, Sanford Nelson, Michelle Okeson und Michael Walther. Kläger sind zwei Schüler:innen und deren Eltern. Sie berufen sich auf den Minnesota Human Rights Act, auf die Meinungsfreiheit von Schüler:innen und auf den Gleichheitsgrundsatz der Landesverfassung.
Ein zusätzlicher Vorwurf betrifft das Verfahren selbst. Der Beschluss habe nicht auf der offiziellen Tagesordnung gestanden, weder Öffentlichkeit noch Schüler:innen oder Eltern hätten vorher gewusst, dass das Verbot zur Abstimmung kommen würde. Das könnte eine Verletzung des Open Meeting Law darstellen, das öffentliche Sitzungen in Minnesota regelt.
Die ACLU fordert eine dauerhafte gerichtliche Untersagung des Verbots sowie zivilrechtliche Strafen gegen die vier Vorstandsmitglieder. Bis eine Entscheidung fällt, bleibt offen, ob die Regenbogen-Sticker in Detroit Lakes zurückkehren.
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