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House Mother

Buchstabe H 45 Begriffe

Als House Mother wird in der Ballroom-Szene die Leiterin oder der Leiter eines „House" bezeichnet – einer familienähnlichen Gemeinschaft, die vor allem Schwarzen und lateinamerikanischen queeren und trans Menschen ein Zuhause bietet, wenn die eigene Herkunftsfamilie sie verstoßen hat.

Entstanden ist das House-System in der New Yorker Ballroom-Kultur der 1970er und 1980er Jahre. House Mothers – oft erfahrene trans Frauen oder schwule Männer – übernehmen dabei keine biologische, sondern eine soziale Elternrolle: Sie bieten ihren „Kindern" emotionalen Rückhalt, praktische Unterstützung und Training für die Auftritte bei Balls, den Wettbewerbsveranstaltungen der Szene.

Der Titel wird bis heute vergeben und verliehen, nicht einfach beansprucht – er beruht auf Anerkennung durch die Community und auf tatsächlich geleisteter Fürsorge. Damit steht die House Mother sinnbildlich für die Wahlfamilien, die viele queere Menschen sich aufbauen, wenn die biologische Familie fehlt.

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