Dem demokratischen Kongresskandidaten Chris Gallant sollen alte Fetischfotos schaden. Er lehnt einen Rückzug ab, entschuldigt sich nicht für seine Sexualität und wirbt mit dem Slogan „Make Politics Sexy Again“.
Bild: KI-generiert · Illustration
Chris Gallant, 37, tritt für die Demokraten im ersten Kongresswahlbezirk von New York an. Sein Gegner ist der republikanische Abgeordnete Nick LaLota. Gallant ist offen schwul. Im September tauchten Fetisch- und BDSM-Fotos von ihm auf, die ihm im Wahlkampf schaden sollten.
Nach Angaben von Schwulissimo entstanden die Aufnahmen bei einem einvernehmlichen Shooting mit seinem damaligen Partner. Einige Bilder wurden für Produkte des Fetischhändlers Mr. S Leather verwendet. Gallant bat später darum, sie von der Website des Unternehmens zu entfernen. Wer die Fotos zuerst öffentlich machte, nennt der Bericht nicht. Seine Anwältin bestätigte, dass die Aufnahmen echt sind.
Laut einem Bericht des New York Magazine, den Schwulissimo zitiert, riet sein Team ihm zum Ausstieg aus dem Rennen. Gallant lehnte das ab. Er setzt stattdessen auf Offenheit und will sich weder für seine Sexualität entschuldigen noch aus dem Wahlkampf drängen lassen. Gewählt werden wolle er „für seine Politik“. Auf Merchandise-Artikeln steht der Slogan „Make Politics Sexy Again“, eine ironische Anspielung auf einen bekannten Slogan von Donald Trump.
Inhaltlich betont Gallant bezahlbares Wohnen, Energiekosten, den Schutz von Medicare und Medicaid sowie die Unterstützung von Beschäftigten und Veteranen. Er verweist auf seine berufliche Erfahrung als Militärpilot, Fluglotse, Gewerkschafter und Feuerwehrmann. LGBTQ Nation zitiert ihn mit dem Hinweis, queere Menschen würden ohnehin oft zur Zielscheibe, und er sehe darin eine Gelegenheit, sich als Fürsprecher zu zeigen.
Ob die Strategie aufgeht, ist offen. Einen Wahltermin nennen die ausgewerteten Berichte nicht.
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