Die Regenbogenparade ist die große Pride-Demonstration in Wien und entspricht den Veranstaltungen, die in Deutschland Christopher Street Day heißen. Sie findet jährlich im Juni oder Anfang Juli an einem Samstag auf der Ringstraße statt und gilt als wichtigste Veranstaltung der queeren Bewegung in Österreich. Die erste Regenbogenparade war am 29. Juni 1996, organisiert vom Österreichischen Lesben- und Schwulenforum. Den Namen schlug Mario Soldo vor, die Anmeldung bei der Polizei übernahm Christian Michelides.
Seit 2003 organisiert die HOSI Wien die Parade, nachdem der zuvor zuständige CSD-Verein in Konkurs gegangen war. Seit 2004 unterstützt die Stadt Wien sie. Sie führt vom Stadtpark über Kai und Ring in Richtung Museumsquartier, Heldenplatz, Karlsplatz oder Schwarzenbergplatz und damit entgegen der üblichen Fahrtrichtung, „andersrum“. Das spielt auf das Festival „Wien ist andersrum“ an, das von 1996 bis 2004 stattfand.
Schon Mitte der 2000er Jahre kamen über 100.000 Menschen. 2016 sprach Bundeskanzler Christian Kern bei der Abschlusskundgebung, als erster europäischer Regierungschef bei einer Pride-Parade. 2001 und 2019 war Wien Host City der EuroPride. 2020 wurde die Parade wegen der Pandemie abgesagt, 2023 sollen mehr als 300.000 Menschen teilgenommen haben. Auch Unternehmen fahren mit eigenen Wagen mit, was zum Vorwurf des Pinkwashings führte.