Der Respect for Marriage Act ist ein US-Bundesgesetz, das Präsident Joe Biden am 13. Dezember 2022 unterzeichnete. Es hebt den Defense of Marriage Act von 1996 auf und verpflichtet Bund, Bundesstaaten und Territorien, gleichgeschlechtliche und gemischtrassige zivile Ehen anzuerkennen.
Anlass war das Sondervotum von Richter Clarence Thomas im Urteil Dobbs (2022), das Zweifel weckte, ob der Supreme Court das Ehe-Urteil Obergefell v. Hodges (2015) kippen könnte. Der Kongress wollte die Anerkennung gesetzlich absichern. Das Gesetz übernimmt damit den Schutz aus Obergefell, United States v. Windsor (2013) und Loving v. Virginia (1967).
Es verpflichtet die Bundesstaaten nicht, selbst Ehen zu schließen. Es gilt nicht für die anerkannten indigenen Nationen, und religiöse Non-Profit-Organisationen müssen keine Räume oder Leistungen für Trauungen bereitstellen. Im Repräsentantenhaus stimmten im Juli 2022 267 zu 157 dafür, im Senat im November 61 zu 36. Stand: Oktober 2026.