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Retransition

Buchstabe R 43 Begriffe
Retransition bezeichnet den Prozess, eine zuvor abgebrochene oder rückgängig gemachte Geschlechtsangleichung erneut aufzunehmen – also nach einer Detransition wieder in eine transgeschlechtliche Identität oder erneut in eine medizinische, soziale oder rechtliche Transition zurückzukehren. Der Begriff unterstreicht, dass geschlechtliche Identität für manche Menschen ein Prozess der Auseinandersetzung ist, bei dem sich Transition, Detransition und Retransition auch mehrfach abwechseln können, ohne dass eine Phase die andere ungültig macht. Fachliteratur aus der Versorgungspraxis betont, dass Menschen, die retransitionieren, eine eigene Zielgruppe mit eigenem Beratungsbedarf sind: Sie unterscheiden sich sowohl von Menschen, die dauerhaft detransitionieren, als auch von Menschen, deren erste Transition ohne Unterbrechung verläuft. Gründe für eine Detransition vor einer späteren Retransition können unter anderem gesellschaftlicher Druck, fehlende medizinische Versorgung, Diskriminierung am Arbeitsplatz oder eine erneute Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsidentität sein. Der Begriff wird bislang uneinheitlich verwendet; teils dient „Retransition“ auch als Sammelbegriff für jede Veränderung nach einer Detransition, unabhängig von deren Richtung.

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