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Riot Grrrl

Buchstabe R 43 Begriffe

Riot Grrrl bezeichnet eine feministische Subkultur, die Anfang der 1990er Jahre in der US-amerikanischen Hardcore-Punk-Szene entstand, zuerst vor allem in Olympia im Bundesstaat Washington. Der Name verbindet englisch riot ("Aufruhr") mit einer bewusst verfremdeten Schreibweise von girl. Die Bewegung reagierte auf die Überzahl männlicher Musiker, die männliche Dominanz in der Szene und auf Bühnenshows, die als typisch männlich empfunden wurden.

Zu den bekannten Bands zählen Bikini Kill, Bratmobile, Sleater-Kinney und L7. Kathleen Hanna, Sängerin von Bikini Kill und später Le Tigre, gilt als eine ihrer prominentesten Stimmen. Ein Slogan lautete "Revolution Girl Style Now!". Thema waren Gleichberechtigung, künstlerische Selbstverwirklichung und Selbstorganisation, etwa über eigene Labels, Konzerte und selbst herausgegebene Fanzines.

Für queere Szenen ist Riot Grrrl relevant, weil sich die Bewegung mit dem Queercore überschnitt. Bands wie Tribe 8 und Team Dresch werden in deutschsprachigen Darstellungen den Riot Grrrls zugerechnet, und beide gehörten auch zur queeren Punkszene. Typisch waren das ironische Spiel mit Rollenbildern und eine Kommunikationsguerilla, die Vorstellungen davon, was als "weiblich" und "normal" gilt, überzeichnet und verschiebt.

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